Nicht so meins aber dennoch sehr stark
Ganz ehrlich: Thomas de Monaco Grand Beau bricht wunderbar mit dem typischen Klischee von Sommer- und Meeresdüften. Wer hier einen gefälligen, blauen Aquaten mit Duschgel-Frische sucht, wird erst mal verdutzt sein, denn der Duft riecht nach echtem, rauen Küstenwald und feuchter Erde. Der Einstieg ist mit einer herben, fast schon stechenden Kiefern- und Wacholder-Frische extrem grün, harzig und würzig. Wenn sich das Ganze nach einer Weile setzt, kommt eine faszinierende Mischung aus kühler Tuberose, rauchigem Weihrauch und erdigen Noten durch, die diesen Vibe eines schattigen Pinienhains hinter den Dünen perfekt einfängt. Er hat eine unbestreitbare künstlerische Qualität, ist extrem langlebig und strahlt eine ruhige, melancholische Eleganz aus. Man muss diesen sehr krautig-erdigen, fast vegetabilen Charakter allerdings mögen – für den aufgerufenen, stolzen Nischenpreis bekommt man hier definitiv keinen gefälligen Alltags-Crowd-Pleaser, sondern einen kompromisslosen Charakterduft für Natur- und Kunstliebhaber. Preisleistung lässt sich eigentlich nicht verantworten















