Weiße Blüten auf einer regennassen grünen Wiese
Colosseum hat für mich einen wunderschönen Auftakt. Die floralen Noten sind beinahe sofort präsent und ziehen als Erstes meine Aufmerksamkeit auf sich. Zitrusfrische begleitet sie, bleibt aber so dosiert, dass die Blüten genügend Raum bekommen. Für meine Nase wirkt diese florale Seite weich und fast weißblütig. Gerade sie verleiht Colosseum etwas Besonderes und hebt ihn für mich ein Stück weit von anderen Zitrus-Blumendüften ab. Im weiteren Verlauf gewinnt das Grün zunehmend an Bedeutung. Neben der zitronig wirkenden Frische nehme ich darunter etwas leicht Erdiges wahr. Dadurch bekommt der Duft eine zusätzliche Tiefe, die mir besonders gefällt. Die beschriebene Komposition passt zu diesem Eindruck: Grapefruit und Limette treffen auf aromatisch-grüne Facetten von Zypresse und Wacholder. Jasmin bringt die florale Seite ein, während Veilchenblatt, Cypriol, Moos und Vetiver die grün-erdige Richtung unterstreichen. Für mich entsteht daraus mehr als das Zusammenspiel von Zitrus und Blumen. Darunter liegt etwas Feuchtes und Erdiges, das sofort ein deutliches Bild in meinem Kopf hervorruft: eine saftig grüne Wiese unmittelbar nach einem Regenschauer, auf der weiße Blumen stehen. Der Boden ist noch nass, und durch die Feuchtigkeit scheint das Grün besonders intensiv zu duften. Darüber liegen die weichen Blüten, begleitet von einer hellen Zitrusfrische. Genau diese Verbindung macht Colosseum für mich reizvoll. Die florale Weichheit, das lebendige Grün und der feucht-erdige Untergrund geben ihm einen eigenen Charakter. Ein wunderschöner Eindruck von weißen Blüten auf einer Wiese nach dem Regen.













