Zwischen den Duftwelten
Dux Orientis ist für mich ein Duft, der sich nicht so recht in eine bestimmte Richtung einordnen lässt. Der Auftakt bringt eine durchaus wahrnehmbare Fruchtigkeit mit sich, die allerdings recht schnell Gesellschaft bekommt. Eine aquatische Facette zieht sich durch die Komposition, möglicherweise durch das Zusammenspiel von Seetang und Ambroxan. Dazu gesellen sich holzige, würzige und leicht animalische Eindrücke. Ob ich das Oud tatsächlich bewusst wahrnehme, kann ich nicht eindeutig sagen. Vielleicht schwingt es irgendwo im Hintergrund mit, ohne sich wirklich in den Vordergrund zu drängen. Was mich allerdings etwas beschäftigt, ist die fehlende klare Richtung. Möchte der Duft aquatisch sein? Animalisch? Holzig-orientalisch? Oder doch fruchtig? Irgendwie ist von allem etwas vorhanden, aber für meine Nase ergibt sich daraus kein wirklich schlüssiges Gesamtbild. Dabei möchte ich keineswegs behaupten, dass mir Dux Orientis nicht gefällt. Im Gegenteil, einige Facetten finde ich durchaus reizvoll, und die Kombination ist interessant. Dennoch fehlt mir diese gewisse Harmonie, die aus einer ungewöhnlichen Komposition einen wirklich herausragenden Duft macht. Ein interessanter Duft mit vielen Gesichtern, der für meinen Geschmack aber etwas zu sehr zwischen den Welten wandert.













