Was ich an Abu Dhabi am meisten liebe, ist die Art und Weise, wie sich die Würze lebendig anfühlt, als stünde man buchstäblich auf einem Gewürzbasar in der prallen Mittagssonne des Nahen Ostens, nicht scharf oder aggressiv. Auf meiner Haut kündigen sich der Safran und die warmen Gewürze nicht an – sie strahlen. Es ist diese trockene, goldene Art von Würze, wie warme Luft über Stein, nicht wie Küchengewürze oder Süße. Sie verleiht dem Duft sofort Tiefe und Seele. Es gibt zu Beginn einen Moment, in dem sich die Würze fast mineralisch anfühlt, leicht staubig, und mit der Wärme verschmilzt, anstatt nur daraufzuliegen. Das ist der Punkt, der mich wirklich packt. Es fühlt sich nicht dekorativ an; es wirkt wie in den Duft eingebettet, wie ein Teil der Landschaft. Die folgenden floralen Noten mildern es nicht zu sehr ab – sie glätten die Kanten, aber die Würze bleibt präsent, beständig und selbstbewusst. Wenn der Duft abklingt, verschmilzt die Würze mit Amber und Hölzern, aber sie verschwindet nie. Sie wird leiser, intimer, wie Wärme, die nah an der Haut gehalten wird. Deshalb liebe ich Abu Dhabi so sehr: Die Würze ist nicht dazu da, zu beeindrucken, sondern um zu erden. Sie lässt den Duft sinnlich, ruhig und zutiefst beruhigend wirken – etwas, das ich trage, wenn ich mich zentriert, warm und ganz bei mir selbst fühlen möchte.