Nach dem Regen, vor der Fäulnis
Überreife Papaya, Passionsfrucht, Bananen und Melone, die auf feuchte Erde gefallen sind. Noch nicht faul – gerade an der Grenze. Riesige Magnolienblüten, dicke, ölige Blätter, feuchter Boden und diese schwere, dampfende Luft der Subtropen nach dem Regen. Süß, sauer, üppig und leicht erstickend. Dann beginnt es sich zu verändern. Die klebrige Fruchtigkeit weicht nassem Grün, Blumen und frischer ozonischer Luft. Später zeigt sich etwas fast Bergamotte-artiges: zitroniges Gras, Säure, Frische. Seltsamerweise wird es zur Basis hin frischer, als es zu Beginn war. Wunderschön und vielschichtig, aber da ist etwas, das mich immer wieder abstößt: diese überreife Melonennote. Für mich leicht übelkeitserregend. Ich liebe die Magnolie, das nasse Grün und die saure Passionsfrucht drumherum, aber die Melone hält mich davon ab, mich zu verlieben.













