Der Ruf dieses Duftelixiers eilte durchs Äthernetz. Nicht ward ich enttäuschet, doch sann ich auf ein gar ausgefalleneres Werk alchemistischer Künste.
Das Elixier eröffnet mit süßem Zauber, ehe sich das Leder offenbart und nach geraumer Zeit das Oud aus den Schatten tritt. Wähnt man die Süße längst verflogen, so weht sie im Laufe des Tages unverhofft erneut heran. Das Gebräu bereitet mir wohlige Kurzweil, ohne die Sinne allzu sehr zu bedrängen. Dringt sein unverfälschter Hauch bis ins limbische Reich meines Gemüts, so umfängt mich bisweilen ein warmes Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen. Wohl sei dieses Werk der Duftkunst empfohlen. Doch obgleich meine Geruchsknospen keine große Vielschichtigkeit darin erkennen, bleibt die Frage: Ist es schlichte Alchemie – oder hohe Meisterkunst, vermag ein Tröpflein doch solch behagliche Regungen in mir zu erwecken?














