Ich entdecke so langsam, dass ich wohl kein Fan von starken Gourmands bin. Aber dem Pistachio Haiku muss ich lassen, dass er dafür nichts kann und er ja nur erfolgreich tut, was er soll. Den ersten Eindruck finde ich sogar ganz toll: Geröstete Nuss (eine Pistazie präzise zu identifizieren gelingt meiner Nase nicht), eine gut gepflegte Holzveranda, ein üppiger Garten an einem Regentag. Nach einer Viertelstunde wird es kurz überwältigend grün und scharf. Dann ziehe ich offenbar einen Kokosschweif durch die Wohnung. Zu stark für die empfindlicheren Nasen meines Haushalts. Auch für mich dominiert jetzt wieder die warme Nuss, die zunehmend süßer wirkt. Aber der Duft oszilliert. Phasenweise warmsüß, für mein Empfinden feminin, dann kurz maskulin scharf, holzig in Richtung Oud. Nach etwa fünf Stunden denke ich hauptsächlich an Weihnachten, wenn mich meinen Schal lüfte. (Auch hier: Eventuell nicht ganz die Schuld des Parfums, ich habe es im Dezember getestet.)