Der Duft eröffnet mit einer frischen, hellen Kopfnote, in der sich Bergamotte und Zitrone mit warmem Safran vermischen – dieser Safran verleiht eine leicht goldene Würze, die die Helligkeit eher luxuriös als scharf wirken lässt. Im Herzen führt Palo Santo eine harzige Holzigkeit ein, die sich erdig und leicht rauchig anfühlt, während Myrrhe eine süße, balsamische Tiefe verleiht. Ylang-Ylang rundet dieses Trio mit einer cremigen floralen Note ab, die niemals übermäßig süß oder parfümiert wirkt – stattdessen macht sie die Herznote warm und einhüllend. Im Drydown lässt sich der Duft in seiner charakteristischen ruhigen Wärme nieder: Vanille, Amber, Sandelholz und Benzoe schaffen eine Basis, die sich weich, leicht süß und harzig anfühlt, wie eine warme, reiche Erinnerung. Diese Mischung verleiht dem Duft eine geerdete, fast meditative Qualität, die hautnah, aber wahrnehmbar bleibt. Was ich persönlich empfinde: Im Gegensatz zu Düften, die sich lautstark ankündigen, fühlt sich Just Before verinnerlicht an – wie eine Atmosphäre, die man trägt, anstatt sie auszustrahlen. Die cremige, warme Basis macht ihn tröstlich, während das harzig-holzige Herz ihm Charakter und einen Hauch von Geheimnis verleiht. Es ist einer jener Düfte, die durchdacht und vielschichtig wirken, perfekt für Momente, in denen man etwas Elegantes und leise Ausdrucksstarkes will, statt auffällig oder übermäßig süß zu sein.