Sushi Imperiale ist für mich kein klassischer Herbstduft – und genau das macht ihn interessant. Er startet überraschend frisch, fast luftig, wie ein windiger Frühherbsttag, an dem noch Blüten in der Luft liegen. Die Kopfnote wirkt klar und offen, ohne zitrisch zu sein, eher wie saubere Luft in Bewegung. Am Körper entfaltet sich der Duft angenehm gleichmäßig. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern begleitet ruhig durch den Tag. Gerade morgens aufgetragen vermittelt er ein aufgeräumtes, leichtes Gefühl, ohne kühl oder distanziert zu wirken. Die frischeren Noten bleiben lange präsent, während die tieferen Akkorde eher subtil im Hintergrund arbeiten. Sushi Imperiale ist kein Duft, der Aufmerksamkeit einfordert. Er ist eher ein stiller Begleiter für Tage im Übergang – wenn der Sommer schon vorbei ist, der Herbst aber noch nicht ganz da. Genau darin liegt seine Stärke: unaufgeregt, sauber, elegant und sehr tragbar.