Wandervogel hat mich nicht sofort mit einer klaren Botschaft abgeholt – eher im Gegenteil. Schon auf Papier war der Duft erstaunlich komplex und in ständiger Bewegung. Er entwickelt sich stark vom ersten Eindruck bis zur späteren Entfaltung und macht genau dadurch neugierig. Subtil, aber nie langweilig. Bereits da hatte ich das Gefühl, dass er das Zeug zu einem echten Favoriten hat. Auf der Haut wurde dieses Gefühl dann bestätigt. Beim ersten Tragen war ich ehrlich gesagt überrascht, wie präsent und gleichzeitig angenehm der Duft den ganzen Tag über blieb. Die einzelnen Noten kommen klar durch, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Selbst nach einem langen Sommertag war er abends noch wahrnehmbar – nicht laut, aber eindeutig da. Inzwischen greife ich ganz selbstverständlich zu ihm. Die frische, fast kühle Minze zusammen mit den ruhigen, eher zurückhaltenden Basisnoten funktioniert für mich extrem gut. Wandervogel fühlt sich leicht an, ohne beliebig zu sein, und hat sich ziemlich unauffällig zu meinem Sommer-Signature entwickelt.