Or du sérail, irgendwie passt der Name zum heutigen Tag, dem 301. Geburtstag des Herrn Casanova.
Hat was, unisex, aber tendenziell feminin, was aber nicht abhält es als Mann zu tragen; diese Art „DNA“ kannte ich vorher nicht in meiner bescheidenen Welt. Erst mal nur eine Probe. Wie es so ist, man muss es auf die Haut sprühen, um es endgültig zu bewerten. Die Wirkung der ersten zwei Sprüher auf die Papierstreifen machten es zwar außergewöhnlich aber auch zuerst mal nichts für mich, es wirkte stechend. Ok, im Lauf der Zeit wurde es sanfter. Tags darauf Sprüher auf die Haut. Auch zunächst stechend, wenn auch weniger, doch dann entwickelte es sich: erst alkoholisch, würzig, fruchtig, dann wärmer und süß, cremig mit einem Hauch Tee. Zuerst Alkohol, Früchte dominant, dann kommen tatsächlich das „Werk“ fleißiger Bienchen in Form von Wachs, Honig nicht so meins im Duft, hinzu, Vanille eigentlich auch nichts für mich aber hier dezent, Holz, Tabak und ein wie gesagt Tee. Die letzten beiden lassen ihn nicht aufdringlich süß werden. Ganz schön stimmig, echt nicht schlecht. Sie meinte, „der riecht jetzt bis hierher“. Ich meine, wie auch der „Bois d'Ascèse“ von der Naomi Goodsir nice to have, wenngleich der rauchiger ist. Kein Träumchen aber solidestes Handwerk, sprach der Laie.