Ich steck mir noch schnell so einen rot-weiß geswirlten Bonbon in den Mund, der so heißt, wie der in die Jahre gekommene Sänger einer Deutsch-Punkband. Schnell bekomme ich gute Laune. Der Bonbon ist cremig im Mund, zart süß und es schwingt eine gewisse Säure mit, die es braucht, damit dich das Bubblegum-Feeling nicht erschlägt. Ich war in letzter Zeit, ich kann es mir nicht erklären, auf der Suche nach quietschigem Parfum, das mich daran erinnert, dass wir Teenies in den Nullerjahren immer wieder zu Bodysprays verschiedener Kleidungshersteller griffen. Es war bunt, ein bisschen zu süß und fruchtig und naja, günstiger als Parfum. Das hier ist eine - und das soll wirklich keine Beleidigung sein - gehobene, erwachsene Version davon. Ich fühle mich motiviert, ein bisschen cute, ein bisschen whimsy, die Walderdbeere tut, was sie soll und knallt ordentlich rein, aber eben nicht auf die Teenie-Art. Vielleicht rieche ich es gar nicht wirklich, aber der Urlaubsvibe, die Poolnote, etwas, dass ephemer im Hintergrund mitschwingt, bringt den Duft auf den Boden. Man könnte jetzt erstmal meinen, die Umgebung beschwere sich über den Duft, der auch recht ausladend beginnt, aber nein - "du riechst wie der Frühling, ein Bouquet, welches gerade angeschnitten wurde", " Nostalgisch", "so stelle ich mir vor, dass #dopaminedressing riecht". Klingt erstmal absolut feminin, ich möchte diesen Duft aber unbedingt mal an einer männlichen Person riechen. Ich glaube, das könnte ganz wunderbare Kontraste erzeugen.